Blick auf das Geißbockheim -Trainingsgelände des 1. FC Köln - im Grüngürtel., © Rolf Vennenbernd/dpa

1. FC Köln behält sportliche Heimat am Geißbockheim

Die sportliche Heimat des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln soll das Gelände am Geißbockheim im Kölner Süden bleiben. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, haben Vorstand und Geschäftsführung des 1. FC Köln nunmehr endgültig entschieden, dass ein Umzug nach Marsdorf im Kölner Westen nicht mehr infrage komme. Über diese Entscheidung habe der FC die politischen Vertreter der Stadt Köln entsprechend informiert.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker äußerte ihr Bedauern über diesen Schritt und verwies auf den hohen Identifikationsfaktor des Vereins für Köln. «Es war und ist daher immer mein Ziel, den 1. FC Köln so gut es geht zu unterstützen. Marsdorf bot dafür die größten Chancen: Für den 1. FC Köln, um sich räumlich weiterzuentwickeln. Für den Breitensport, der eine Bezirkssportanlage im Grüngürtel hinzugewonnen hätte. Für die Kölnerinnen und Kölner, deren Grüngürtel unangetastet bliebe», hieß es in der Mitteilung der Stadt Köln.

Nach Angaben des Vereins gingen der Entscheidung mehrjährige Verhandlungen mit der Stadt Köln und zähe juristische Prüfungen diverser Lösungsvarianten voraus. Demnach seien über einen langen Zeitraum Lösungen gesucht worden, um die infrastrukturelle Weiterentwicklung des Kölner Traditionsclubs in Verbindung mit einem Nachwuchsleistungszentrum zu erarbeiten. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Reker wurden «viele verschiedene Modelle geprüft» und die Verwaltung «ist, vor dem Hintergrund des Einsatzes von Steuergeldern, bis an die Grenzen der rechtlichen Möglichkeiten gegangen».

Clubpräsident Werner Wolf sagte: «Letztlich scheiterte ein möglicher Umzug an der fehlenden wirtschaftlichen Legitimation. Deshalb werden wir ab sofort wieder den Ausbau am Geißbockheim forcieren. Wir wollen als 1. FC Köln weiterhin im Grüngürtel ein Anlaufpunkt für alle Fans sein.» Auf dem Gelände ist der FC seit über 70 Jahren beheimatet.

Quelle: dpa