Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht., © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

60-jähriger Verdächtiger nach tödlichem Streit verschwunden

Nach einem tödlichen Streit in Siegen vom Mittwochabend ist der mutmaßliche Täter trotz einer Öffentlichkeitsfahndung bis zum Freitagmorgen nicht gefasst worden. «Wir haben mehrere Hinweise bekommen, die Ermittlungen laufen weiter», sagte eine Sprecherin. Die Spur des 60-jährigen Tatverdächtigen, der zu Fuß geflohen war, sei zunächst mit Suchhunden verfolgt worden. Dann habe sie sich aber verloren.

Beamte hatten das Opfer Polizeiangaben zufolge mit schweren Verletzungen in einem Wohnhaus gefunden. Eine Reanimation blieb erfolglos. Zuvor war die Polizei wegen eines gewalttätigen Streits gerufen worden. Als die Beamten eintrafen, war der mutmaßliche Täter aber nicht mehr in dem Gebäude. Er sei zu Fuß geflüchtet, heiß es.

Nach den Ermittlungen soll es sich um einen 60 Jahre alten Deutschen aus Siegen handeln. In welchem Verhältnis er zu dem 28-Jährigen steht, sagte eine Polizeisprecherin mit Verweis auf laufende Ermittlungen zunächst nicht. Es gebe keine Hinweise auf Mittäter.

Staatsanwaltschaft und Polizei gingen nach der Flucht davon aus, dass der Mann eine blutende Verletzung hatte. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass er mit einer Pistole unterwegs gewesen sei. Zeugen sollten den Verdächtigen nicht ansprechen, sondern direkt den Notruf wählen.