Der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen läuft am frühen Freitagmorgen nach Angaben der Deutschen Bahn wieder normal. «Wir können bestätigen, dass die Züge im Regional- und Fernverkehr seit Betriebsbeginn wieder nach regulärem Fahrplan fahren», sagte eine Bahnsprecherin. Da viele Fahrgäste ihre Reise wegen des 20-stündigen Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verschoben hätten, erwartet der Konzern volle Züge und empfiehlt im Fernverkehr eine Sitzplatzreservierung.
Am Donnerstag hatte der Warnstreik bei der Deutschen Bahn den Zugverkehr bundesweit größtenteils zum Erliegen gebracht. Nach dem Ende des Warnstreiks um 18 Uhr war der Verkehr auf zahlreichen Linien schrittweise wieder angelaufen.
Auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen hat es nach Angaben des ADAC durch den Lokführer-Streik nicht mehr Staus gegeben als sonst. Der Verkehrsclub zählte im Laufe des Donnerstags 671 Staumeldungen mit einer Länge von 1257 Kilometern. Damit habe es auf den NRW-Autobahnen sogar etwas weniger Stau gegeben als am Tag zuvor und genauso viel wie am Donnerstag der Vorwoche, teilte der ADAC Nordrhein am Freitag mit.
Nicht bestreikt worden waren andere Bahnunternehmen wie National Express und Eurobahn. Dennoch waren auch deren Linien in NRW durch streikbedingte Stellwerksausfälle teilweise vom Warnstreik betroffen. Die Züge mussten dann zeitweise umgeleitet werden.