Eine Außenansicht des Land- und Amtsgerichts in Paderborn., © David Inderlied/dpa

Ehefrau erstochen und gewürgt: Sieben Jahre Haft bestätigt

Mit einem Küchenmesser stach er brutal auf seine Frau ein und würgte sie: In einem neu aufgerollten Verfahren gegen einen 70-Jährigen haben die Richter am Landgericht Paderborn am Donnerstag abermals eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags verhängt.

Nach erneuter Betrachtung des Falles kam am Donnerstag im Revisionsprozess eine weitere Kammer zu dem Schluss, dass Tatbild und Brutalität trotz verminderter Schuldfähigkeit des Angeklagten die Strafhöhe rechtfertigen würden, wie ein Sprecher des Landgerichts sagte.

In einem Streit aus unklaren Gründen hatte der betrunkene Angeklagte – das Gericht hatte einen Blutalkoholwert von mindestens 1,6 Promille festgestellt – im März 2023 in Paderborn zu einem Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge gegriffen und dreimal auf den Oberkörper seiner Frau eingestochen. Außerdem hatte er sie massiv gewürgt. Danach hatte er versucht, sich selbst zu töten, war aber zufällig von einer Nachbarin entdeckt worden, die den Rettungsdienst rief.

Ein erstes Urteil zu sieben Jahren Haft war vom Bundesgerichtshof nach Revision des Angeklagten einkassiert worden. Der BGH hatte bemängelt, die Höhe der Strafe sei im ersten Anlauf nicht ausreichend begründet worden.

Quelle: dpa