Eltern, Lehrer: Mehr Bezahlung und Inklusion von Regierung

Gut zwei Wochen nach der Landtagswahl fordern Lehrer und Eltern in NRW von der künftigen Regierung mehr Inklusion und gleiche Bezahlung der Lehrkräfte. «Absolut zentral ist dabei, die Attraktivität besonders dort zu erhöhen, wo der Lehrkräftemangel besonders groß ist», sagte Ayla Çelik, Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW in Nordrhein-Westfalen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In den ersten 100 Tagen müsse eine neue Landesregierung A13 für alle Lehrkräfte einführen. «Das wäre eine Maßnahme, die für uns nicht verhandelbar ist», so Çelik.

Ähnliche Töne schlägt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW an. «Das Bildungssystem ist auf Kante genäht. Allein die Pädagoginnen und Pädagogen halten es zusammen», sagte der Vorsitzende Stefan Behlau in einer Mitteilung. «Die neue Landesregierung muss junge Menschen für Bildungsberufe begeistern und das Personal, das die Einrichtungen zusammenhält, angemessen wertschätzen. Für die Schulen wird das ohne gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit nicht gelingen.»

Auch die Landeselternkonferenz (LEK) in NRW wünscht sich Änderungen in Bezug auf die Lehrer und Lehrerinnen. Die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte sowie Einstellung und Bezahlung müsse überarbeitet werden, «durch mehr Verbindlichkeit und gleichen Lohn für gleiche Arbeit», sagte die Vorsitzende Anke Staar.

Eine rote Linie zieht die LEK beim Thema Inklusion. Es dürfe dort keinen Rückbau geben. Forderung und Förderung aller Schülerinnen und Schüler müsse «durch ein Mehr an Personal und Raum erzielt werden» und vor allem «in der Mitte der Gesellschaft und durch soziale Teilhabe und keine Ausgrenzung», so Staar. Es brauche eine Bildungspolitik, die die Bedarfe aller in den Mittelpunkt stelle.