Hannah Emde, Tierärztin, Artenschützerin, Autorin und Fernsehmoderatorin, steht in der Altstadt., © Rolf Vennenbernd/dpa

Emde: Rennradfahren in Köln gefährlicher als Dschungel

Artenschützerin und Moderatorin Hannah Emde («Terra X: Faszination Erde») hält eine Tour auf dem Rennrad durch Köln für riskanter als einen Aufenthalt im Dschungel. «Dschungel ist Abenteuer, das ist gar keine Frage. Aber Angst muss man davor nicht haben», sagte die Wildtierärztin der Deutschen Presse-Agentur in Bonn. «Ich finde es gefährlicher, mit dem Rennrad durch Köln zu fahren, als im Dschungel zu sein.»

Im Dschungel müsse man nur gewisse Regeln befolgen. Zudem schärften sich dort die Sinne. «Man muss sich viel mehr auf sein Gehör konzentrieren. Irgendwann kann man am Rascheln unterscheiden, ob ein Nasenaffe kommt oder ein Orang-Utan. Oder du schaust auf den Boden und fragst dich: Wie frisch ist der Kot?»

In Deutschland sei das Aufmerksamkeitsniveau ein ganz anderes. «In Deutschland starren wir dagegen sogar auf das Handy, wenn wir eine Straße überqueren», sagte Emde. «Weniger kann man seine Umgebung eigentlich nicht wahrnehmen.»

Die Tierärztin aus Bonn präsentiert künftig die bekannte ZDF-Doku-Reihe «Terra X: Faszination Erde». Sie tritt damit in die Fußstapfen von Joachim Bublath (81) und Dirk Steffens (56). Die ersten Folgen mit Hannah Emde sind von Mittwoch (3. April) an in der ZDF-Mediathek abrufbar, von Sonntag an (7. April, 19.30 Uhr) laufen sie im ZDF-Hauptprogramm.

Emde absolvierte in ihrer Laufbahn Praktika auf diversen Forschungsstationen im Dschungel und assistierte in Schutzprojekten rund um den Globus.

Quelle: dpa