Zwei Tauben laufen über den zum größten Teil überfluteten Rheinboulevard., © Rolf Vennenbernd/dpa

Erste Einschränkungen bei Rheinschifffahrt wegen Hochwassers

Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage ist am Rheinpegel bei Köln am Montagvormittag die erste Hochwassermarke von 6,20 Meter überschritten worden. Um 11.00 Uhr wurden 6,22 Meter gemessen. Damit träten Einschränkungen für die Schifffahrt in Kraft, sagte der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rhein, Christian Hellbach. Schiffe dürfen im Bereich Köln nur noch im mittleren Drittel des Flusses fahren und müssen die Geschwindigkeit reduzieren. «Das ist eine ganz normale Hochwasserwelle zu Jahresbeginn, die Schifffahrt stellt sich darauf ein.»

Der Wasserstand werde voraussichtlich noch zwei Tage lang weiter steigen, sagte Hellbach. Die Hochwassermarke zwei, ab der die Schifffahrt eingestellt werden muss, werde aber voraussichtlich nicht erreicht. Die Marke liegt in Köln bei 8,30 Meter.

Die Stadt Köln hat rheinnahe Fuß- und Radwege vorsorglich gesperrt, wie sie am Montag mitteilte. Außerdem liefen Hochwasservorbereitungen wie ein Stegebau und der Aufbau eines Hubtoren im Stadtteil Rodenkirchen. Nach den Niederschlagsprognosen rechne die Stadt bis Mitte der Woche mit einem Wasserstand unterhalb von sieben Meter, also deutlich von der Hochwassermarke zwei entfernt.

An kleineren Flüssen in Nordrhein-Westfalen gab es nach Angaben des länderübergreifenden Hochwasserportals (LHP) am Montagmittag an elf von 87 Pegeln Hochwassermeldungen. Überwiegend wurde dabei Hochwasser der ersten von vier Stufen gemeldet – etwa an der Sieg, der Lenne und der Volme. Amtliche Hochwasserwarnungen gab es in NRW bis Montagmittag nicht, allerdings gab es zwei Warnmeldungen in der Nähe der Landesgrenze für Rheinland-Pfalz für den Rhein und die Sieg.