Ein gesprengter Geldautomat ist hinter einem Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung» zu sehen., © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Attacken nehmen wieder zu: Geldautomat gesprengt

Die Zahl der Sprengattacken auf Geldautomaten hat in Nordrhein-Westfalen zuletzt wieder zugenommen. Sie liegt nur noch um sechs Prozent unter dem Niveau des Rekordjahres 2022. Das geht aus Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) NRW vom Freitag hervor. Damit hat sich der Abstand halbiert: Ende Juli waren noch zwölf Prozent weniger Angriffe auf Geldautomaten gezählt worden.

Nach Angaben des LKA handelt es sich bei der Attacke auf einen Geldautomaten in Mönchengladbach am Freitag bereits um die 110. in diesem Jahr. Im Rekordjahr 2022 waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 117 Attacken. Mehrere Unbekannte sprengten am Freitagmorgen einen Geldautomaten in einer Bankfiliale in Mönchengladbach, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Filiale befindet sich in einem Wohnhaus, das durch die Explosion beschädigt wurde. Ein Statiker gab Stunden später Entwarnung: Einsturzgefahr bestehe nicht – das Haus sei weiterhin bewohnbar.

Die Täter flüchteten ohne Beute – Zeugen zufolge in einem PS-starken Fluchtwagen der Marke «Audi» mit niederländischen Kennzeichen in Richtung Autobahn 52 (Düsseldorf-Roermond). Die Vorliebe für diese Fahrzeuge hatten den vornehmlich aus den Niederlanden agierenden Täter den Spitznamen «Audi-Bande» eingebracht. Zahlreiche Anwohner hatten der Polizei in der Nacht per Notruf die laute Detonation gemeldet.

Im vergangenen Jahr war die Rekordzahl von 182 Sprengattacken in Nordrhein-Westfalen erreicht worden.