Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand., © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Gerichtsverhandlung: Paderborn-Profis als Zeugen geladen

Im Streit um Verdienstausfallentschädigungen nach angeordneter Corona-Quarantäne müssen mehrere Fußball-Profis des Zweitligisten SC Paderborn vor Gericht als Zeugen aussagen. Nach Angaben von Gerichtssprecherin Amrei Stocksmeyer vom Verwaltungsgericht Minden sind die Spieler für den 22. Mai geladen. An diesem Tag verhandelt das Gericht einen Streit zwischen dem Verein und dem Land Nordrhein-Westfalen. Der SC Paderborn fordert die Erstattung von Entschädigungszahlungen, nachdem die Spieler in Quarantäne mussten. Der Spiel- und Trainingsbetrieb war im März 2020 unterbrochen worden.

Eine Paderborner Kanzlei vertritt den SC Paderborn vor Gericht. Laut Anwalt Marcel Sonntag sind die beiden Spieler Dennis Srbeny (Stürmer) und Torhüter Jannik Huth geladen. Anfang April hatte der SC Paderborn einen ersten Streit vor dem Verwaltungsgericht gewonnen. Hier ging es um die Frage, ob ein Physiotherapeut im Homeoffice hätte arbeiten können. Das Gericht verneinte das und verurteilte das Land zur Zahlung von Verdienstausfall. Im Fall der Profis geht es ebenfalls um die Frage, ob die Spieler trotz der Absonderung von ihren Mitspielern und Trainern Zuhause ihrem Job hätten nachkommen können.