Warnstreiks in der Stahlindustrie gestartet

Nach ersten Arbeitsniederlegungen in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen hat auch in Niedersachsen ein Warnstreik begonnen. Am Morgen legten die ersten rund 200 Beschäftigen der Salzgitter AG die Arbeit nieder, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft IG Metall am Mittwoch sagte. Am Vormittag kamen nach Gewerkschaftsangaben rund 3000 Teilnehmer zu der Aktion in Salzgitter-Watenstedt zusammen.

Am frühen Morgen waren bei Thyssenkrupp in Gelsenkirchen fast 200 Beschäftigte in den Ausstand getreten. Die Tarifkommission der IG Metall hatte die Warnstreiks in nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie in der vergangenen Woche beschlossen und erste Aktionen nach dem Ende der Friedenspflicht am Dienstag (31. Mai) angekündigt. Zuvor war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Eine dritte Gesprächsrunde ist für den 10. Juni geplant.

Das Tarifgebiet der nordwestdeutschen Stahlindustrie umfasst Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen mit etwa 68.000 Beschäftigten. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 8,2 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Runde 2100 Euro als Einmalzahlung angeboten.