Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug., © Jens Büttner/ZB/dpa/Symbolbild

Großkontrolle in Duisburg mit Blick auf hochwertige Autos

Polizei und Zoll haben in Duisburg am Mittwoch bis in die frühen Abendstunden an mehreren Stellen Großkontrollen gegen Clankriminalität durchgeführt. Dabei habe die Polizei nach Angaben eines Sprechers besonders auf hochwertige Fahrzeuge geachtet. «Wir wollten wissen, wer sitzt da neben wem und wer ist der Halter des Fahrzeugs», sagte ein Sprecher am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Die Erfassung sei für die Aufklärung zukünftiger Straftaten wichtig. Gleichzeitig habe der Zoll im Kampf gegen Schwarzarbeit kontrolliert und die Stadt ein Auge auf mutmaßliche Schuldner geworfen.

Bei den Verkehrskontrollen überprüfte die Polizei 363 Fahrzeuge. Die Autobahnpolizei registrierte 550 Geschwindigkeitsverstöße. Darüber hinaus schrieben die Beamten sieben Strafanzeigen unter anderem wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels und nahmen zwei Männer fest. Sie stehen im Verdacht, sich illegal in Deutschland aufgehalten zu haben. 19 Schuldner konnten vor Ort ihre Schuld tilgen. In einem Fall wurde ein Auto gepfändet.

Bei der Überprüfung eines 47-Jährigen stellte die Polizei fest, dass er mit einem Haftbefehl wegen Urkundenfälschung gesucht wurde. Durch die Zahlung eines Geldbetrages konnte er den Haftbefehl vor Ort abwenden und durfte weiterfahren. Zudem nahmen die Polizisten wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts einen Mann fest, der aus den Niederlanden eingereist war und ein abgelaufenes Visum hatte.

Die Kontrollen stehen laut Polizei nicht im Zusammenhang mit einer Schießerei zwischen der Rockergruppe Hells Angels und einem türkisch-arabischen Clan Anfang Mai in Duisburg. Dabei waren am 4. Mai vier Menschen verletzt und zahlreiche Beteiligte in Gewahrsam genommen worden.