Bauhelme von Hochtief liegen auf einer Baustelle., © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Hochtief beschafft sich Geld für Cimic-Übernahme

Der Baukonzern Hochtief will sich im Zuge der vollständigen Übernahme der australischen Tochter Cimic neues Geld besorgen. Dazu sollen gut sieben Millionen neue Aktien verkauft werden, wie das Unternehmen am frühen Mittwochabend mitteilte. Beim Schlusskurs von 60,48 Euro im Xetra-Hauptgeschäft ergäbe das rein rechnerisch gut 400 Millionen Euro. Allerdings sackte der Aktienkurs in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate bereits um viereinhalb Prozent ab. Zudem ist in vergleichbaren Fällen ein Verkauf der Aktien unterhalb des Marktkurses üblich.

Die Titel sollen in einer Privatplatzierung ausschließlich Unternehmen und institutionellen Investoren angeboten werden. Der Nettoerlös der Kapitalerhöhung soll zur Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden, indem ein Teil der für die vollständige Übernahme von Cimic aufgenommenen Finanzierung zurückgeführt wird. Der spanische Baukonzern ACS, der etwas über die Hälfte der Anteile an dem SDax-Konzern hält, nimmt den Angaben zufolge in vollem Umfang an der Kapitalerhöhung teil.

Hochtief hatte die vollständige Übernahme von Cimic Ende Februar bekanntgegeben. Für die restlichen gut 20 Prozent bieten die Deutschen 22 australische Dollar je Anteilschein. Umgerechnet ist das Paket knapp eine Milliarde Euro schwer.