Eine IG-Metall-Fahne weht im Wind., © Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt/Symbolbild

IG Metall: Über 16.400 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie in NRW haben sich am Donnerstag nach Angaben der IG Metall erneut Tausende Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Bis zum Nachmittag zählte die Gewerkschaft mehr als 16.400 Teilnehmer aus 131 Betrieben. Die größten Aktionen gab es bei Ford in Köln, wo bis zum Nachmittag 6400 Beschäftigte zeitweise die Arbeit niedergelegt hatten. In Gevelsberg zählte die Gewerkschaft bei einer Kundgebung 1300 Beschäftigte aus 30 Betrieben. In Siegen hätten sich 1300 Beschäftigte aus drei Betrieben an Warnstreikaktionen beteiligt.

Die Gewerkschaft kündigte für Freitag in Nordrhein-Westfalen weitere Warnstreiks an. Man werde die Intensität erhöhen, teilte die Gewerkschaft mit. Geplant sind Arbeitsniederlegungen in insgesamt 165 Betrieben. Die größten Warnstreiks sind in Düsseldorf und Brakel geplant.

Die Arbeitgeber hatten in den bisher regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und zudem bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die Gewerkschaft verlangt hingegen für einen Zeitraum von zwölf Monaten dauerhaft acht Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten. In NRW sind in der Branche rund 700.000 Menschen beschäftigt. Die vierte Verhandlungsrunde in NRW ist für den 10. November geplant. In Bayern und Baden-Württemberg wird am 8. November zum vierten Mal verhandelt.