Ein Schlauch mit Stutzen liegt für die Heizöllieferung in der Auffahrt eines Kunden., © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Kinderreiche Familien fordern mehr Hilfe wegen Energiekosten

Angesichts «dramatischer finanzieller Belastungen» fordern kinderreiche Familien besondere Hilfen. Ab dem dritten Kind sei eine zunächst auf zwei Jahre befristete Energiekostenpauschale in Höhe von 100 Euro pro Monat erforderlich, teilte der Verband kinderreicher Familien Deutschland (KRFD) am Samstag in Mönchengladbach mit. «Es braucht sowohl eine kurzfristige Lösung bei den Energiepreisnachzahlungen als auch langfristig eine deutliche Kindergelderhöhung, bei deren Ausgestaltung die Anzahl der Kinder berücksichtigt wird», sagte die Verbandsvorsitzende Elisabeth Müller am Samstag laut Mitteilung. «Ob ich ein Kind oder drei habe, ist ein deutlicher Unterschied.»

Der aktuelle Betrag werde den stark gestiegenen Wohn- und Lebenshaltungskosten nicht gerecht, kritisierte Müller. Viele Familien seien finanziell am Limit. Auch massiv gestiegene Preise sorgten für «existenzielle Ängste» bei kinderreichen Familien.

Die Spitzen der Ampel-Koalition wollen an diesem Samstag über weitere Entlastungen angesichts steigender Preise beraten. Im Gespräch sind unter anderem gezielte Hilfen für Rentner und Studierende und Steuersenkungen sowie eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket. Dem Koalitionsausschuss gehören Kanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Finanzminister Christian Lindner (FDP) und die Spitzen der Koalitionsfraktionen im Bundestag und der drei Ampel-Parteien an.