Die einstige Nato-Raketenstation Hombroich bei Neuss ist heute ein Zentrum der Kunst im Rheinland., © Marius Becker/dpa/Archivbild

Kunst in der Raketenstation: Langen Foundation wird 20

Im Kalten Krieg waren dort Pershing-Raketen stationiert – heute ist die einstige Nato-Raketenstation Hombroich bei Neuss ein Zentrum der Kunst im Rheinland. Auf dem Gelände feiert der spektakuläre Bau der privaten Langen Foundation mit einer großen Ausstellung nun sein 20-jähriges Bestehen.

Von Sonntag bis zum 11. August sind in der Langen Foundation rund 130 Arbeiten in der Ausstellung «Drei Generationen – eine Leidenschaft» zu sehen. Ausgehend von den Werken der Sammlung des Stifterehepaars Viktor und Marianne Langen richtet die Ausstellung den Fokus nach Angaben der Langen Foundation auch auf die gesammelten Werke der Kinder und Enkelkinder – und bietet einen spannenden Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Neben Werkreihen von Louise Bourgeois oder Geta Brătescu werden Arbeiten der klassischen Moderne von Robert Delaunay bis Paul Klee gezeigt sowie Nachkriegskunst von Andy Warhol über Günther Uecker bis Lucio Fontana. Auch aktuelle künstlerische Positionen etwa von Marcel Dzama, Julius von Bismarck, Karin Kneffel oder Rebecca Horn umfasst die umfangreiche Schau.

Der japanische Star-Architekt und Pritzker-Preisträger Tadao Ando baute den von einem Glasmantel umhüllten Betonriegel im Auftrag der Sammlerin Marianne Langen. 2004 wurde das Ausstellungshaus eröffnet.

Die Sammlung, die das Meerbuscher Unternehmerehepaar Viktor (1910-1990) und Marianne (1911-2004) Langen seit den 1950er-Jahren zusammentrug, hat zwei Pfeiler: Eine in Deutschland einzigartige Japan-Sammlung mit rund 350 Werken vom 12. bis 20. Jahrhundert sowie eine Kollektion der klassischen Moderne und Kunst des 20. Jahrhunderts. Zum Jubiläum werden im Japanraum auch aus allen von dem Stifterehepaar Langen bereisten Ländern ausgewählte Kunstobjekte der Sammlung präsentiert.

Quelle: dpa