Landessportbund fordert Hilfsprogramm für Vereine

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fordert die Landesregierung auf, in Folge der Energiekrise ein finanzielles Hilfsprogramm für in Not geratene Sportvereine aufzulegen. «Wenn keine Hilfen vom Land kommen, werden in NRW demnächst Sportvereine von der Landkarte verschwinden. Besonders Sportvereine mit eigenen Sportanlagen befürchten teilweise ein kurzfristiges Aus», erklärte LSB-Präsident Stefan Klett in einer Medienmitteilung am Mittwoch. In einem zuvor veröffentlichen Positionspapier hatte der LSB dargelegt, dass kurzfristige Finanzhilfen des Landes zwingend erforderlich seien.

Der LSB verwies in der Mitteilung zwar auf die Unterstützung der Sportvereine durch das Land NRW im Rahmen der Corona-Krise, der LSB-Vorstandsvorsitzende Christoph Niessen bekräftigte allerdings, dass die Energiekrise den organisierten Sport noch schwerer treffen könne: «In Verbindung mit der hohen Inflation treffen die regelrecht explodierenden Kosten die Vereinsmitglieder auch privat. Ein einfaches Umlegen der steigenden Energiepreise auf die Mitgliedsbeiträge wird nicht möglich sein.»

Klett sagte, dass der Vereinssport selbst seinen Beitrag zur Energieeinsparung und zur Krisenbewältigung leisten wolle. «Wir bekennen uns zu einem Einsparziel von 20 Prozent. Dafür erwarten wir im Gegenzug, dass kommunale Sportanlagen nicht einfach pauschal geschlossen werden, sondern die Einsparungen vor Ort zusammen mit den Sportvereinen umgesetzt werden», meinte der LSB-Chef. «Unser Vereinssystem ist sehr kreativ, auch wenn es um das Energiesparen geht. Doch eines können die Vereine nicht: Diese Krise alleine bewältigen.»