Landwirte bauen mehr Weizen, Ölfrüchte und Sonnenblumen an

Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen haben 2022 mehr Weizen angebaut als ein Jahr zuvor. Das Getreide wurde demnach auf einer Fläche von 248.400 Hektar angebaut, 4,9 Prozent mehr als 2021. Wie das Statistische Landesamt (IT.NRW) am Donnerstag anhand vorläufiger Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung mitteilte, wächst der Weizen auf 23,4 Prozent der gesamten nordrhein-westfälischen Ackerfläche von 1,063 Millionen Hektar.

Den weitaus größten Anteil hat der Winterweizen (244.000 Hektar), Sommerweizen wird auf weiteren 4400 Hektar angebaut. Der überwiegend als Brotgetreide verwendete Roggen entsteht in NRW auf einer Fläche von 34.700 Hektar. Die Anbaufläche von Wintergerste, die meist als Futtergetreide verwendet wird, haben die Landwirte hingegen um 4,2 Prozent auf 135.200 Hektar reduziert. Die überwiegend als Braugerste verwendete Sommergerste wächst auf 9200 Hektar.

Der Getreideanbau bleibe mit 577.400 Hektar Anbaufläche und einem Anteil von 54,3 Prozent am gesamten Ackerland nach wie vor der ackerbauliche Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, ermittelten die Statistiker. Zugenommen habe auch die Anbaufläche von Ölfrüchten, die zu den Handelsgewächsen gehören. Sie sei 2022 um 18,2 Prozent auf 52 800 Hektar ausgedehnt worden. Ausschlaggebend für den großen Anstieg sei hier der vermehrte Anbau von Winterraps, dessen Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um 16,8 Prozent auf 51.400 Hektar wuchs.

Die Fläche für den Anbau von Sonnenblumen hat sich mit nun 400 Hektar mehr als verdoppelt (+168,8 Prozent). Mehr Fläche bekamen auch Kartoffeln (+5,2), Zuckerrüben (+1,6), Ackerbohnen (+16,9), Erbsen (+3,2) und Sojabohnen (+26,3).