Mehr Personal für Bearbeitung der neuen Grundsteuer

Das NRW-Finanzministerium stockt das Personal für die Bearbeitung der neuen Grundsteuer mit der Ausschreibung von 150 weiteren Stellen in den Finanzämtern auf. «Mit den zusätzlichen neuen Kolleginnen und Kollegen bieten wir mehr Service und bessere Erreichbarkeit. Gleichzeitig entlasten wir die Kolleginnen und Kollegen in den Ämtern», erklärte Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Stellenanzeigen werden laut den Angaben in der nächsten Woche auf dem Karriereportal des Landes Nordrhein-Westfalen und auf finanzverwaltung.nrw.de online gestellt.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft NRW hatte zuvor angesichts der Grundsteuerreform dauerhaft 300 zusätzliche Mitarbeiter in der Finanzverwaltung des Landes gefordert. Nach ihrer Ansicht war der Beratungsbedarf zuvor völlig unterschätzt worden. Seit dem Start des Verfahrens am 1. Juli seien «lawinenartig» Anfragen bei den Finanzämtern eingegangen. Viele Angeschriebene machten bei den Telefonaten auch ihrem Unmut Luft. Derzeit werden laut Gewerkschaft Mitarbeiter aus anderen Abteilungen für die Grundsteuer-Hotline abgezogen. Es seien aber dauerhaft mehr Mitarbeiter erforderlich.

Der neue NRW-Finanzminister verwies darauf, dass in den vergangenen Wochen technisch aufgerüstet worden sei. Auch die Hilfsangebote seien etwa mit Erklär-Videos und Klick-Anleitungen auf grundsteuer.nrw.de deutlich ausgebaut worden. Schon im Vorgriff auf die Arbeiten zur Grundsteuerreform habe NRW in den vergangenen Jahren mehr als 300 Regierungsbeschäftigte zusätzlich unbefristet eingestellt. Aktuell gebe es 825 Vollzeitarbeitsplätze in den Grundstücksstellen. Um Arbeitsspitzen in der Anlaufphase aufzufangen, seien im März 2022 zusätzlich 125 Stellen für Aushilfskräfte bereitgestellt worden.