Mehr unbesetzte Stellen: Ausbildungsmarkt verändert sich

Mehr Ausbildungsplätze, weniger Bewerber: Der Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen verändert sich tiefgreifend. Wegen der demografischen Entwicklung werde aus dem Stellenmarkt immer mehr ein Bewerber-Markt, sagte der Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Torsten Withake, am Freitag in Düsseldorf auf einer Pressekonferenz zum Start des Ausbildungsjahres.

111.000 gemeldeten Ausbildungsstellen standen Withake zufolge im bevölkerungsreichsten Bundesland in diesem Jahr nur rund 102.000 Bewerberinnen und Bewerber um Ausbildungsstellen gegenüber. Aktuell haben rund 16.300 Schülerinnen und Schüler weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative und gelten daher als «unversorgt». Ihnen stehen gut 32.000 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Es gebe damit immer noch viele Möglichkeiten für diejenigen, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden hätten, sagte Withake.

Corona wirke bei den jungen Menschen immer noch nach, sagte er. «Wir sehen bei den Jugendlichen, dass die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten dazu geführt haben, dass viele junge Menschen auf eine vertraute Lebenssituation setzen und sich für einen weiteren Schulbesuch entschieden haben oder auch mehr junge Menschen ein Schuljahr wiederholen müssen.» Dies mache die Suche nach Auszubildenden für Unternehmen nicht leichter. Dabei sei es wichtig für Firmen, mithilfe von Ausbildungsangeboten dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.