Das im Deutschen Theater Berlin im Herbst 2023 uraufgeführte Stück «Baracke». Mit dem Stück eröffnet der renommierte Mülheimer Theaterwettbewerb., © Thomas Aurin/Deutsches Theater Berlin/dpa

Mülheimer Theater-Wettbewerb startet mit «Baracke»

Mit dem neuen Drama des Büchner-Preisträgers Rainald Goetz «Baracke» starten am Samstag (4. Mai) die Mülheimer Theatertage den Wettbewerb um den renommierten Preis für Gegenwartsdramatik. Nominiert sind sieben neue Stücke deutschsprachiger Gegenwartsdramatik für Erwachsene und fünf für Kinder. Beide Wettbewerbe sind mit je 15.000 Euro dotiert. 

Das im Deutschen Theater Berlin uraufgeführte Eröffnungsstück zeigt eine Familie als Keimzelle der Gewalt und des Hasses. Die NSU-Gewalttaten schwingen im Hintergrund des Stückes mit. «Es gab weit mehr einladenswerte Stücke als die sieben, die nominiert werden konnten», hatte der Sprecher des Auswahlgremiums für die Erwachsenenstücke, der Theaterwissenschaftler Franz Wille, bei der Vorstellung der Auswahl gesagt. Alle nominierten Stücke werden während der Theatertage (4. bis 25. Mai) in Mülheim aufgeführt. 

Die weiteren nominierten Stücke sind «Juices» (Ewe Benbenek, Nationaltheater Mannheim), «Nora oder Wie man das Herrenhaus kompostiert» (Sivan Ben Yishai, Schauspiel Hannover), «forecast:ödipus» (Thomas Köck, Schauspiel Stuttgart), «The Silence» (Falk Richter, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin), «Laios» (Roland Schimmelpfennig, Anthropolis II, Deutsches Schauspielhaus Hamburg) und «Antrag auf größtmögliche Entfernung von Gewalt» (Felicia Zeller, Theater Oberhausen).

Der Mülheimer Dramatikpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen in der deutschen Theaterlandschaft. Im Zentrum stehen die Stücktexte, nicht deren Inszenierung. Über die Sieger wird bei öffentlichen Jurysitzungen entschieden.

Quelle: dpa