Ein LED-Leuchtkasten hängt an einem Polizeirevier., © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach Explosion vor Linken-Büro: Gesuchter Zeuge vernommen

Fast zwei Monate nach einem wahrscheinlich gezielten Anschlag mit einem Sprengsatz auf das Parteibüro der Linken in Oberhausen hat die Polizei die Öffentlichkeitsfahndung nach einem mutmaßlichen Zeugen beendet. Der auf einer Videoaufzeichnung zu sehende Mann habe sich einen Tag nach der Veröffentlichung des Fahndungsfotos selbstständig bei der Polizei gemeldet und sei mittlerweile als Zeuge vernommen worden. Über den Inhalt der Vernehmung teilten die Behörden am Freitag nichts mit. Der Mann sei kein Tatverdächtiger, wurde betont.

In der Nacht zum 7. Juli hatte eine Explosion unter anderem die Scheiben des Parteibüros sowie benachbarter Geschäfte zerstört. Die nach wie vor unbekannten Täter hatten laut Polizei einen selbst gebauten Sprengsatz verwendet. Deswegen sei davon auszugehen, dass der Anschlag gezielt dem Parteibüro gegolten habe.

Vertreter der Linken vermuten einen Anschlag rechtsgerichteter Kreise. Für die Ermittler ist die Vermutung eines politischen Motivs bisher weder bestätigt noch widerlegt.