Der Italiener Jannik Sinner setzte sich gegen den Russen Kotow mit 6:4, 6:4, 6:4 durch., © Christophe Ena/AP/dpa

Sinner und Alcaraz machen Achtelfinal-Einzug perfekt

Die Turnier-Mitfavoriten Jannik Sinner und Carlos Alcaraz haben bei den French Open in Paris problemlos das Achtelfinale erreicht. Der 22-jährige Sinner setzte sich in seinem Drittrunden-Match auf dem Court Philippe Chatrier gegen den Russen Pawel Kotow mit 6:4, 6:4, 6:4 durch.

Für den Australian-Open-Gewinner, der sich erst kurz vor Turnierstart von einer Hüftverletzung zurückgemeldet hatte, war es der zehnte Sieg in Serie auf der Grand-Slam-Bühne. Sollte Sinner das Finale erreichen, wird er unabhängig vom Abschneiden des aktuellen serbischen Weltranglistenersten Novak Djokovic als erster italienischer Spieler die Nummer eins der Tenniswelt.

Der Weltranglistendritte Alcaraz zog am Abend nach und besiegte den US-Amerikaner Sebastian Korda mit 6:4, 7:6 (7:5), 6:3. Auch der 21 Jahre alte Spanier hatte vor dem Turnierstart wegen Ellenbogenproblemen wochenlang aussetzen müssen.

Bei den Frauen zeigte sich Titelverteidigerin Iga Swiatek von ihrem Zweitrunden-Krimi gegen die Japanerin Naomi Osaka gut erholt. Die polnische Weltranglistenerste setzte sich mit 6:4, 6:2 gegen Marie Bouzkova aus Tschechien durch – und bekam danach an ihrem 23. Geburtstag vom Publikum ein Ständchen gesungen.

Rubljow verliert und flippt aus

Ein anderer Topspieler schied dagegen aus – und präsentierte sich dabei nicht nur sportlich von seiner schlechten Seite. Der Weltranglisten-Sechste Andrej Rubljow aus Russland schlug bei der 6:7 (6:8), 2:6, 4:6-Niederlage gegen den Italiener Matteo Arnaldi aus Frust mehrmals seinen Schläger zu Boden. Er schrie die Mitglieder seiner Box an und trat nach dem verlorenen zweiten Satz dreimal wütend mit dem linken Fuß gegen seine Bank. Dafür gab es Pfiffe von den Zuschauern auf dem Court Suzanne Lenglen.

«Dass er sich selber in so einem Zustand präsentiert, ist einfach fahrlässig», sagte der frühere Tennisprofi Carl-Uwe Steeb bei Eurosport: «Rubljow muss sich selber im Spiegel anschauen, warum er verloren hat.» Rubljow gab hinterher zu: «Es war ein sehr schlechtes Benehmen vor mir.»

Bei den Damen brachte die Serbin Olga Danilovic das Kunststück fertig, ihr Drittrunden-Match nach einem 0:6 im ersten Satz gegen die Kroatin Donna Vekic noch im Match-Tiebreak des dritten Satzes mit 10:8 zu gewinnen. Sie setzte sich am Ende mit 0:6, 7:5, 7:6 (10:8) durch.

Quelle: dpa