Das Landeswappen ist auf der Fahne von Nordrhein-Westfalen in der Staatskanzlei zu sehen., © Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Personalbestand in Ministerien gestiegen: Pensionslasten

Der Personalbestand in den nordrhein-westfälischen Ministerien hat sich seit 2010 beständig um mehr als 2760 auf fast 7000 erhöht. Waren im Jahr 2010 noch 4191 Beamte und Arbeitnehmer in den Regierungszentralen beschäftigt, so summiert sich das Personal dieses Jahr auf insgesamt 6957. Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Markus Wagner hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Den größeren Teil des Personals in den Ministerien machen dabei Beamte und Beamtinnen aus.

Eine pauschale Stelleneinsparung sei derzeit nicht vorgesehen, teilte Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) mit. Jedoch seien im Haushaltsplanentwurf 2023 mehr als 670 Stellen in den Ministerien mit sogenannten «kw-Vermerken» versehen und fielen daher künftig weg.

Die Gesamtzahl der Landesbediensteten in NRW – dazu gehören etwa auch Lehrkräfte oder Richter – stieg von 2010 bis zum Jahr 2021 um mehr als 11.500 auf 348.307. Dazu zählten 2021 mehr als 258.000 Beamte und Beamtinnen sowie über 90.000 Arbeitnehmer.

Insgesamt arbeiteten nach Angaben des Landestatistikamts (IT.NRW) mit Stand 30. Juni 2021 landesweit 883.430 Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen. IT.NRW erfasst das Personal in der öffentlichen Verwaltung immer zum 30. Juni eines Jahres.

Die jährlichen Pensionslasten und Versorgungsbezüge des Landes NRW erhöhten sich seit 2010 um rund 3,9 Milliarden Euro auf 9,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 hatten die Pensionslasten noch bei 5,2 Milliarden Euro gelegen.

Seit 2010 waren in NRW unterschiedliche Regierungskoalitionen an der Macht: SPD und Grüne, CDU und FDP und seit 2022 CDU und Grüne.