Alexandra Popp (l) führt die Fußballerinnen bei Olympia an., © Federico Gambarini/dpa

Popp führt Olympia-Aufgebot der DFB-Frauen an

Kapitänin Alexandra Popp führt das 18-köpfige Aufgebot der Fußballerinnen für die Olympischen Spiele in Paris an. Die 33-Jährige ist im DFB-Team von Bundestrainer Horst Hrubesch die einzige verbliebene Spielerin, die 2016 in Rio de Janeiro beim Gold-Triumph auf dem Rasen stand. Die Fußballerinnen sind Teil der vierten Nominierungsrunde, in der der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) an 215 Athletinnen und Athleten ein Ticket für Paris vergab.

Vier Fußballerinnen auf Abruf 

Hrubesch hatte seinen Kader mit 23 Spielerinnen aus der EM-Qualifikation reduzieren müssen. Die langjährigen Stammkräfte Sara Däbritz von Olympique Lyon, die eine Knöchelverletzung auskurieren muss, und Lina Magull (Inter Mailand) fehlen gänzlich.

«Das Erlebnis Olympia ist großartig, sehr speziell und mit nichts zu vergleichen. Unser Ziel ist klar: Wir fahren nach Frankreich, nicht um nur teilzunehmen – wir wollen um die Medaillen spielen», sagte Hrubesch in einer DFB-Mitteilung. Sein Team trifft beim olympischen Turnier in der Vorrunde am 25. Juli auf Australien, am 28. Juli ebenfalls in Marseille auf Rekord-Weltmeister USA und am 31. Juli in Saint-Étienne auf Sambia.

Grozer führt Volleyballer an – Handball und Basketball noch ohne konkrete Kader

Bei der vierten Nominierungsrunde wurden Tickets an Athletinnen und Athleten aus 23 Sportarten vergeben, darunter auch an die Volleyballer um den 39-jährigen Georg Grozer, die erstmals seit 2012 wieder bei Olympia dabei sind. Auch die Aufgebote der beiden Hockey-Nationalmannschaften wurden benannt. Eine namentliche Bekanntgabe der Handball- und Basketballteams folgt nach Angaben des DOSB sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Keine Überraschungen gab es im Turnteam für Paris. Der Olympia-Zweite von Tokio am Barren, Lukas Dauser, steht trotz Verletzung im Kader. Zu den größten Medaillenkandidatinnen in der deutschen Olympia-Mannschaft gehört Gymnastik-Star Darja Varfolomeev.

Radsportler Degenkolb nicht dabei

Mit Medaillenhoffnungen reisen auch die Bahnradsportlerinnen um die beiden Sprinterinnen Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze nach Paris. Auf der Straße ist Routinier John Degenkolb nicht dabei, er muss Nils Politt und Maximilian Schachmann den Vortritt lassen.

Ein Paris-Ticket erhält die Moderne Fünfkämpferin Annika Zillekens. Sie wurde unter ihrem Geburtsnamen Schleu bei den Tokio-Spielen zur tragischen Figur, als sie erfolglos versucht hatte, ihr zugelostes Pferd durch Einsatz von Gerte und Sporen zum Springen zu bewegen.

Inzwischen sind nun schon mehr als 380 deutsche Athletinnen und Athleten für Paris nominiert. Die letzte offizielle Nominierungsrunde findet an diesem Freitag statt.

Quelle: dpa