Dortmunds Trainer Edin Terzic applaudiert nach dem Spiel., © Tom Weller/dpa

Reaktionen zum Champions-League-Finale

Toni Kroos (Real): «Natürlich wollte ich mich mit diesem Champions-League-Sieg verabschieden, das bedeutet mir unfassbar viel. Gott sei Dank hat es geklappt. Das Entscheidende war vor allem, dass wir in der ersten Halbzeit kein Gegentor bekommen haben, das war mehr als möglich. Die erste Halbzeit war wirklich nicht gut von uns.»

Mats Hummels (BVB): «Wir haben ein großartiges Spiel gezeigt, und ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir hier aufgetreten sind. Wir sind mit Herz aufgetreten, mit fußballerischer Klasse, haben Wahnsinnsangriffe gefahren. Dann schlagen sie zu, wie sie es seit gefühlt 100 Jahren immer machen. Das tut heute weh.»

Sebastian Kehl (Sportdirektor BVB): «Wir waren super nah dran. Ich finde, wir hätten es verdient. Die Enttäuschung ist schon sehr, sehr groß. Wir werden sicherlich ein paar Tage brauchen und werden das erstmal verarbeiten müssen. Wir werden stolz sein auf das, was wir geleistet haben und auf diese Leistung im Finale in den ersten 65 Minuten. In der ersten Halbzeit war es ein fast perfektes Spiel. Perfekt wäre es gewesen, wenn wir wenigstens eine unserer vielen Tormöglichkeiten genutzt hätten.»

Edin Terzić (Trainer BVB): «Es fällt mir sehr schwer, die richtigen Worte zu finden, weil ich gerade ein großes Gefühlschaos erlebe. In einer Sekunde bin ich sehr stolz auf die gezeigte Leistung. In der anderen Sekunde fühle ich mich enttäuscht und leer nach dem Spiel.»

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer BVB): «Wenn du im Finale bist, das Spiel dominierst und diese Chancen hast, aber am Ende wie fast immer Real Madrid gewinnt, dann ist das schon etwas enttäuschend.»

Gregor Kobel (Torwart BVB): «Wir haben unsere Chancen gehabt, klar, müssen wir da mehr draus machen. Am Ende schlagen sie dann zu.»

Antonio Rüdiger (Real): «Es ist unglaublich, dass ich das das zweite Mal erleben darf. Es war ein hartes Stück Arbeit. Respekt an Dortmund, sie haben das sehr gut gemacht. Aber so sind wir – Real Madrid. Wir glauben immer daran.»

Carlo Ancelotti (Real-Trainer): «Real Madrid ist eine wunderbare Reise, ein Traum, der nicht endet. Hoffentlich wache ich nie davon auf.»

Jude Bellingham (Real): «Ich habe immer davon geträumt, solche Spiele zu spielen. Es ist der beste Abend meines Lebens. In der ersten Halbzeit war Dortmund deutlich besser und hätte zwei oder drei zu null in Führung liegen können.»

Nacho (Real-Kapitän): «Es ist unfassbar und nicht in Wort zu fassen. Real ist mein Leben, ohne Zweifel. Wir haben gelitten, es war ein richtig schweres Spiel. Aber Real denkt immer, eine Nacht noch, ein Finale noch, ein Titel noch und es funktioniert irgendwie immer.»

Thibaut Courtois (Real-Torwart): «Ich bin so glücklich. Für mich persönlich war es schon ein Sieg, dass ich in diesem Finale auf dem Platz sein konnte. Dass ich nach dieser Horror-Saison mit dem Kreuzbandriss nun sogar als Sieger dastehe, macht es umso schöner.»

Julian Nagelsmann (Bundestrainer): «Mit dem sechsten Titel in der Königsklasse vom Vereinsfußball abzutreten, ist einzigartig und ein würdiger Abschied für einen Ausnahmespieler wie Toni Kroos. Ich freue mich darauf, ab Dienstag mit dem gesamten Team hart daran zu arbeiten, dass er bei der Heim-EM auch mit der Nationalmannschaft den verdienten Abschied bekommt. Dann stoßen auch Niclas Füllkrug und Nico Schlotterbeck zur Mannschaft, für die es mir sehr leidtut, dass sie ihre Saison mit Borussia Dortmund nicht mit dem Champions-League-Titel krönen konnten.»

Rudi Völler (DFB-Sportdirektor): «Es ist schade für den deutschen Fußball, dass Borussia Dortmund und unsere EM-Fahrer Niclas Füllkrug und Nico Schlotterbeck in Wembley nicht den letzten Schritt zum Champions-League-Titel gehen konnten. Aber sie standen zurecht im Finale und können stolz sein auf eine begeisternde internationale Reise. (…) Dass Toni Kroos in seinem letzten Spiel für Real Madrid den Champions-League-Titel holt, ist eine fantastische Geschichte.»

Bernd Neuendorf (DFB-Präsident): «Borussia Dortmund kann stolz auf die zurückliegende Champions-League-Saison sein. Daran ändert auch die Niederlage im Endspiel gegen Real Madrid nichts. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic lebt Tugenden vor, ohne die der Fußball weit weniger bedeutend wäre: Teamgeist, Leidenschaft und Spielfreude.»

Quelle: dpa