Ein Mann trägt Handschellen., © Stefan Sauer/dpa/Illustration

Rund 25.000 offene Haftbefehle in Nordrhein-Westfalen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen fahndet aktuell nach rund 25.000 Menschen mit Haftbefehl. Zum 7. Juli dieses Jahres gab es laut Polizeidaten insgesamt 24.615 offene Haftbefehle in NRW. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort des Düsseldorfer Justizministeriums auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervor. Im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Zahl um 540 erhöht.

Von den offenen Haftbefehlen sind demnach 15 652 schon seit mehr als einem Jahr im Fahndungssystem gespeichert. 90 Personen, die seit Anfang 2020 aus dem offenen Vollzug von Justiz-Anstalten in NRW entwichen sind, seien noch flüchtig. Ein Untersuchungsgefangener, der aus dem geschlossenen Vollzug geflüchtet sei, sei innerhalb einer Stunde wieder gefasst worden.

Auf die Frage der AfD, wie viele per Haftbefehl Gesuchte sich im Ausland aufhielten, antwortete das Justizministerium: «Der Aufenthaltsort gesuchter Personen ist naturgemäß unbekannt.»

Manchmal sei es sogar angemessen, einen Haftbefehl nicht zu vollstrecken – etwa, wenn die Haft durch eine Zahlung abgewendet werden solle oder sich die gesuchte Person im Ausland aufhalte «und nur für den Fall der Wiedereinreise inhaftiert werden soll».