Machte ein starkes Spiel: DBB-Kapitän Dennis Schröder (M)., © Matthias Stickel/dpa

Starkes Comeback: Deutsche Basketballer besiegen Frankreich

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat sich im zweiten Olympia-Test deutlich gesteigert und einen überraschenden Sieg eingefahren. Dennis Schröder und Co. bezwangen in Montpellier Olympia-Gastgeber Frankreich mit 70:65 (39:39) und schafften damit zwei Tage nach einer 66:90-Schlappe vor heimischem Publikum schnell eine sportliche Wiedergutmachung.

Kapitän Schröder, der ständig ausgepfiffen und ausgebuht wurde, war vor rund 10.000 Zuschauern in der Sud-de-France-Arena mit 17 Zählern einer der zentralen Akteure. Anders als im ersten Vergleich waren diesmal auch die Wagner-Brüder Franz und Moritz dabei. Der jüngere Franz, der bei den Orlando Magic einen Fünfjahresvertrag im Wert von insgesamt mehr als 200 Millionen Euro unterschrieben hat, erzielte 17 Punkte. Maodo Lo trug bei der spannenden Partie 16 Zähler bei.

Theis, Thiemann und Wembanyama fehlen

Knapp drei Wochen vor Beginn des olympischen Basketballturniers mit Vorrunde in Lille und Endrunde in Paris wirkte das Team von Bundestrainer Gordon Herbert erheblich verbessert. Nach einem schwachen ersten Viertel mit nur elf eigenen Punkten zog Deutschland im zweiten Viertel an und schaffte rechtzeitig vor der Pause den Ausgleich. Auch nach der Pause ging es hin und her – mit Vorteilen für die Gäste.

Herbert konnte zwar die Wagners nach Versicherungsschwierigkeiten wieder einsetzen, musste aus diesem Grund aber erneut auf Daniel Theis verzichten. Der 32-Jährige soll sich mit den New Orleans Pelicans aber bereits einig sein und könnte dann ebenfalls bald auf dem Parkett stehen. Johannes Thiemann fehlte angeschlagen. 

Aufseiten der Franzosen war NBA-Supertalent Victor Wembanyama, der in Köln noch überragt hatte, krankheitsbedingt nicht dabei. Am Samstag (19.30 Uhr/Magentasport) spielt Deutschland in Hamburg das dritte Vorbereitungsspiel gegen die Niederlande. In der Olympia-Vorrunde kommt es zu einem weiteren Duell zwischen Frankreich und Deutschland.

Quelle: dpa