Der gestorbene frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen., © Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Steinmeier würdigt Pleitgen: Um Demokratie verdient gemacht

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den gestorbenen früheren WDR-Intendanten Fritz Pleitgen als großen Visionär gewürdigt. Pleitgen habe den «öffentlich-rechtlichen Rundfunk über Jahrzehnte in verschiedenen Positionen entscheidend geprägt», schrieb Steinmeier am Freitag in einem Kondolenzschreiben an dessen Frau Gerda Pleitgen. «Nur wenige Journalisten haben sich so sehr um den eigenen Berufsstand und um die Demokratie verdient gemacht wie Ihr Mann.»

Pleitgen sei nicht nur ein bedeutender Journalist und scharfsinniger Beobachter der Politik gewesen, schreibt der Bundespräsident weiter. «Er war mehr: Für sehr viele Menschen in unserem Land war er ein oft und gerne gesehenes Gesicht im Fernsehen; ein journalistischer Begleiter, dessen Einschätzungen man vertraute – und der damit für eine Stärke des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stand.»

Weiter heißt es in dem Schreiben an Pleitgens Ehefrau: «Ganze Generationen haben Ihren Mann als ruhigen, unaufgeregten Berichterstatter kennen- und schätzen gelernt: ob als Korrespondent aus Washington, als Gastgeber des Presseclubs oder Moderator des ARD-Brennpunkts.»