Giovanni Reyna in Aktion., © Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Streit zwischen US-Trainer und Reyna – Klinsmann: «Traurig»

Jürgen Klinsmann hat die Folgen der Kritik von US-Nationaltrainer Gregg Berhalter an BVB-Profi Giovanni Reyna als «traurig» bezeichnet. Der ehemalige Bundestrainer und Auswahl-Coach der US-Fußballnationalmannschaft äußerte sich in einer telefonischen Runde mit US-Journalisten, über die die US-Nachrichtenagentur AP am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

Berhalter hatte Reyna, Sohn von Ex-US-Kapitän Claudio Reyna, bei der WM in Katar nur 53 Minuten eingesetzt und, ohne den 20-Jährigen beim Namen zu nennen, davon gesprochen, einen Spieler wegen fehlender Einsatzbereitschaft beinahe nach Hause geschickt zu haben. Reyna hatte sich für seine Einstellung entschuldigt und war nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass die Angelegenheit damit erledigt gewesen sei. Reynas Familie wehrte sich in der Folge der öffentlichen Kritik, zeigte Berhalter beim US-Verband dafür an, dass der 1991 seine spätere Frau getreten haben soll und löste damit eine externe Untersuchung aus.

Die Folgen von alledem «sehen natürlich nicht gut aus» für den amerikanischen Fußball, sagte Klinsmann. Die Nationalmannschaft der USA brauche Reyna für zukünftige Erfolge, insbesondere mit Blick auf die Ziele bei der WM 2026, die das Land gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausrichtet. «Du brauchst ein Team, das in der Lage ist, es wirklich weit zu schaffen. Und Giovanni Reyna wird Teil dieses Teams sein», sagte Klinsmann.

Reyna war 2019 aus den USA in die Jugend von Borussia Dortmund gewechselt und kommt inzwischen auf 8 Tore und 9 Vorlagen in 67 Bundesliga-Spielen.