Blick auf den Eingang des Don-Bosco-Gymnasiums., © Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Terroralarm an Essener Schule wird Thema im Bundestag

Der Terrorverdacht gegen einen Essener Gymnasiasten (16) beschäftigt nun auch den Bundestag. Die Fraktion der Linken hat eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der es unter anderem um eventuelle Verbindungen des Schülers zu Neonazi-Netzwerken geht.

So soll die Bundesregierung unter anderem sagen, ob es Erkenntnisse zu Verbindungen wie der «Atomwaffen-Division» gibt, einer rechtsterroristischen Gruppe aus den USA. Bislang deutet allerdings nichts darauf hin. Die Linke will des Weiteren wissen, ob der Fall inzwischen Thema im Gemeinsamen Extremismus- Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) war.

Der 16-Jährige war Mitte Mai von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen worden. Er soll einen Anschlag auf seine aktuelle und eventuell auch seine ehemalige Schule geplant haben. Bei Durchsuchungen war man auf rechtsextreme Schriften und Materialien zum Bombenbau gestoßen. Der Generalbundesanwalt hatte die Ermittlungen wegen einer schweren staatsgefährdenden Straftat an sich gezogen.