Tierschützer versorgt verletzten Hund mit vier Beinprothesen

Abgetrennte Pfoten und Verletzungen an Ohren und am Schwanz: In der Ukraine haben Helfer einen schwer misshandelten Hund gefunden, der inzwischen am Niederrhein dank Beinprothesen erste Schritte auf seinen Ersatzpfoten macht. Der prominente Tierschützer Ralf Seeger – aus dem Fernsehen bekannt aus der Vox-Dokuserie «Harte Hunde» – nahm den jungen Terrier-Mischling in seine Obhut, wie er der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Auch «Bild» hatte über die extra angefertigten Beinprothesen aus Silikon kürzlich berichtet.

Seit einigen Wochen wird der Hund namens Bim in Seegers Verein «Helden für Tiere – Tierhilfe International» versorgt. «Er hat schwere Verstümmelungen erlitten. Ein Freund, Orthopädie-Techniker, hat ihm vier Beinprothesen angefertigt.»

Vor einigen Tagen seien Röntgenaufnahmen gemacht worden. Glücklicherweise bleibe dem Hund eine weitere Operation erspart, wie sich dabei gezeigt habe. Eine Prothese musste nachträglich noch angepasst werden, der Hund hatte Schmerzen. Das Laufen mit den künstlichen Pfoten sei auch sehr gewöhnungsbedürftig für den Kleinen. «Ich bin aber sicher, dass wir ihn wieder auf die Beine kriegen.»

Seine gemeinnützige Gesellschaft hatte Seeger vor 13 Jahren gegründet. Im Tierschutz sei er schon seit 40 Jahren engagiert, sagte der 59-Jährige.

Nach seinen Angaben hätten die freiwilligen Helfer in der Ukraine das Tier nicht versorgen können. Man habe Bim in den Westen der Ukraine gebracht, wo der Tierschützer aus dem Niederrhein gerade für Vox drehte. Es sei unfassbar, welches Leid auch viele Hunde in Kriegsgebieten erlebten, sagte Seeger. So habe sein Verein Tiere mit Schusswunden im Rücken oder Granatsplittern am ganzen Körper versorgt.