Nach den tödlichen Schüssen auf einen 16-Jährigen protestieren Demonstranten vor der Polizeiwache., © Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Tödliche Polizeischüsse in Dortmund: Schütze suspendiert

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 16-jährigen Flüchtling in Dortmund ist der Schütze suspendiert worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Vier weitere Beamte wurden laut Polizei Dortmund zunächst intern versetzt.

Die Polizei hatte die Disziplinarverfahren am Donnerstagabend publik gemacht. Es wurde aber nicht gesagt, wer von den fünf betroffenen Beamten suspendiert wurde. Auf Nachfrage machte die Polizei auch am Freitag keine weiteren Angaben.

Der suspendierte Polizeibeamte hatte laut aktuellem Ermittlungsstand sechs Mal mit seiner Maschinenpistole auf den Jugendlichen geschossen. Vier Schüsse davon trafen laut einem neuen Bericht an den Innenausschuss des Landtags. Der 16-Jährige starb im Krankenhaus. Gegen den Schützen wird zurzeit noch wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Laut dem Bericht an den Innenausschuss prüft die Staatsanwaltschaft, ob die Ermittlungen gegen den Mann wegen Totschlags ausgeweitet werden.

Von den vier intern versetzten Beamten hatten drei Pfefferspray und Taser gegen den Jugendlichen eingesetzt. Der vierte Beamte ist der Einsatzleiter. Gegen die vier wird inzwischen ebenfalls ermittelt, wie am Donnerstag durch den Bericht an den Innenausschuss bekannt wurde.