Feuerwehrleute sind an einem Umspannwerk in Kalkar im Einsatz., © Guido Schulmann/dpa

Tödlicher Unfall in Umspannwerk: Stromausfall in Kalkar

Nach einem tödlichen Arbeitsunfall in einem Umspannwerk in Kalkar ist in der 14.000-Einwohner-Stadt am Niederrhein (Kreis Kleve) am Dienstag für mehr als drei Stunden der Strom ausgefallen. Betroffen waren außerdem teilweise das Handy- und Festnetz in Kalkar sowie teils auch die Stromversorgung in der Nachbarstadt Xanten und der Gemeinde Uedem, teilten die Feuerwehr und eine Sprecherin des Verteilnetzbetreibers Westnetz am Dienstag mit.

Ein Mitarbeiter einer Westnetz-Partnerfirma sei aus zunächst unbekannten Gründen in dem Umspannwerk verunglückt und trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch vor Ort gestorben. Es sei zu einem sogenannten «Erdschluss» gekommen, also einem unerwünschten Stromfluss, sagte die Sprecherin. Die Polizei in Kleve sprach von einem «Arbeitsunfall durch einen Stromschlag». Zwei Arbeitskollegen des Mannes mussten durch Notfallseelsorger betreut werden, berichtete die Feuerwehr.

«Wir sind zutiefst erschüttert. Unser Mitgefühl und unsere aufrichtige Anteilnahme gilt der Familie des Verstorbenen. Wir unterstützen die Behörden bei der Aufklärung der genauen Unfallursache», sagte Westnetz-Geschäftsführer Jürgen Grönner.

Der Notruf bei der Feuerwehr sei um 9.43 Uhr eingegangen. Gegen 13.30 Uhr habe die Stromversorgung wieder flächendeckend gestanden, so die Westnetz-Sprecherin – in der Innenstadt schon eine Stunde eher, wie ein Sprecher der Stadt berichtete. Zugleich habe sich sehr schnell auch wieder die Telefon- und Internetverbindung aufgebaut.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, untersuche nun die Polizei, sagte die Westnetz-Sprecherin. Der Unfallort sei von der Polizei übernommen worden.

Vom Stromausfall betroffen waren Haushalte, Firmen und öffentliche Einrichtungen sowie Ampeln, Geschäfte oder Tankstellen. Die Feuerwehr riet, Radios eingeschaltet zu lassen, sich bei Nachbarn zu informieren und bei Bedarf Hilfe zu leisten. Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei sollten für Notrufe frei gehalten werden. Zudem standen den Bürgerinnen und Bürgern Feuerwehrgerätehäuser als Anlaufpunkte zur Verfügung.