Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic am Spielfeldrand., © Sebastian Gollnow/dpa

TuS N-Lübbecke feiert nach Abstieg: «Der absolute Wahnsinn»

Die Zuschauer jubelten, die Spieler hüpften ausgelassen im Kreis, und die Offiziellen waren mächtig stolz: Nachdem der Sturz in die 2. Handball-Bundesliga besiegelt war, sah bei TuS N-Lübbecke nichts nach Abstieg aus. Für das heimische «Mindener Tageblatt» waren die Ostwestfalen der «vielleicht gefeiertste Absteiger aller Zeiten».

Schließlich hatte sich der direkte Wiederabstieg nach dem siebten Bundesliga-Aufstieg im letzten Sommer lange abgezeichnet. Die letzten beiden Spiele gewann Lübbecke aber, am Donnerstagabend wurde der 21:20-Sieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf durch einen Doppelkempa-Trick von Florian Baumgärtner wenige Sekunden vor Schluss gesichert.

«Dieser Sieg fühlt sich richtig gut an und ist der absolute Wahnsinn», sagte Baumgärtner und ergänzte rückblickend: «Was haben wir für eine Rückrunde gespielt – mit so vielen Verletzten», sagte der Siegtorschütze: «Da ist es ein schönes Gefühl, sich mit einem Sieg von den eigenen Fans zu verabschieden.»

Allerdings steht der siebte Abstieg durch den gleichzeitigen Sieg des nun fast geretteten Lokalrivalen GWD Minden gegen den HC Erlangen nun fest. Der Verein schrieb auf seiner Homepage dennoch, die Freude sei nach dem Sieg «zurecht ganz groß», man habe «bereits Zuversicht für die 2. Bundesliga getankt» und sich als «echte und ehrliche Marke mit bestem Ruf in ganz Handball-Deutschland» erwiesen.

«Ich bin stolz auf diese Mannschaft», sagte Sponsor Armin Gauselmann. Die Mannschaft habe sich «als ausgesprochen charakterstark gezeigt». So sah es auch Trainer Emir Kurtagic: «Die Jungs können wirklich stolz auf sich sein.»