Ein Wappen mit der Aufschrift «NRW-Kampfmittel-Beseitigungsdienst» ist auf einer Jacke aufgenäht., © Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Weniger Weltkriegsbomben in NRW entdeckt

Weil die Bautätigkeit deutlich gesunken ist, werden in Nordrhein-Westfalen weniger Weltkriegsbomben entdeckt und entschärft. Im Jahr 2023 sind landesweit 167 Weltkriegsbomben mit einem Gewicht von mindestens 50 Kilogramm entdeckt worden, wie das NRW-Innenministerium am Sonntag mitteilte. Das sind fast ein Drittel weniger als 2022, als landesweit noch 239 Blindgänger gefunden wurden. Fünf Bomben mussten 2023 am Fundort kontrolliert gesprengt werden, da vom Zünder eine besondere Gefahr ausging.

Das Ministerium führt den Rückgang der Bombenfunde vor allem auf eine geringere Bautätigkeit zurück. Denn die Experten der Kampfmittelbeseitigung würden häufig beim Haus- und Straßenbau aktiv. 70 Prozent der Bomben finden demnach die Experten, bevor Baufirmen tätig werden. Dazu würden Luftbilder aus der Kriegszeit sowie weitere Unterlagen zum Grundstück ausgewertet. Daraufhin werde systematisch nach Blindgängern gesucht.

Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen ist im Jahr 2023 deutlich um mehr als ein Viertel auf rund 43.600 in NRW gesunken, wie das Statistische Landesamt im März mitteilte. In den Zahlen sind sowohl Genehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch in Umbauten enthalten. Die Baugenehmigungen sagen zwar nichts darüber aus, wie viele Wohnungen tatsächlich gebaut wurden, sie gelten aber als Indikator der Bauaktivität.

Quelle: dpa