Ein Feuerwehrmann klettert an einem Haus, in dem es gebrannt hat, auf einer Leiter., © David Young/dpa

Drei Tote, ein vermisstes Kleinkind nach Großbrand

Bei einem dramatischen Großbrand in einem Solinger Altbau sind am Montagmorgen drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Ein Kleinkind wurde am Morgen noch vermisst. Die Feuerwehrleute suchte nach ihm vor allem im Dachgeschoss des Hauses. «Die Chance des Überlebens schwindet von Minute zu Minute», sagte der Feuerwehr-Einsatzleiter Gottfried Kreuzberg.

Neun Menschen wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Zwölf weitere Menschen erlitten laut Feuerwehr leichte Verletzungen, neun von ihnen kamen in Krankenhäuser.

Das Feuer sei vermutlich im ersten Obergeschoss des etwa 100 Jahre alten Hauses mit Holzdecken und hölzernem Treppenhaus ausgebrochen und habe sich rasend schnell ausgebreitet, sagte ein Feuerwehrsprecher. Am Morgen hatten die rund 120 Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle, es liefen aber noch Nachlöscharbeiten. Die Brandursache war zunächst unklar.

Auf der Flucht vor den Flammen seien ein Mann mit einem Kind im Arm und eine Frau aus Fenstern des Gebäudes gesprungen, berichtete der Sprecher. Eine Person sei auf einem Autodach gelandet, obwohl die Feuerwehr ein Sprungpolster aufgebaut hatte. Notfallseelsorger seien im Einsatz. Die Stadt habe einen Bus für die schnelle Unterbringung von unverletzten Hausbewohnern abgestellt, sagte er.

Die vorrückenden Feuerwehrleute hätten die Toten im Dachgeschoss des vierstöckigen Hauses entdeckt, sagte der Sprecher. Das Haus sei bei dem Feuer massiv zerstört worden, das Treppenhaus teils eingestürzt. Der Brand war der Feuerwehr um 2.46 Uhr gemeldet worden, wie der Sprecher sagte. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe das Holz-Treppenhaus «rotglühend im Vollbrand gestanden», sagte der Einsatzleiter. Der Fluchtweg sei «komplett weggebrannt».

Quelle: dpa